Du clickerst?!!!!

Wer beim Lesen der Überschrift eine innere entsetzte Stimme gehört hat scheint ihn schon zu kennen: Diesen Satz, mit dieser einen Betonung – und dem einen Folgesatz, der immer kommt. Ist dein Pferd dann nicht schrecklich aufdringlich??

Nein, ist es nicht!

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Lesenswert: Wie muss der Mensch im Umgang mit dem Pferd sein?

Skári - ein kleines Fotomodell ;)

Skári – ein kleines Fotomodell 😉

So oft schreibe ich es in meinen Artikeln und auch in jedem Fachbuch findet sich dieser Tipp: Clickern funktioniert nur, wenn man ohne Ansprüche, mit viel Geduld und ohne dem Alltag in Kopf mit dem Pferd arbeitet. Ist man unkonzentriert, launisch, ärgerlich oder traurig, ist nicht genug Platz für das Pferd im Kopf und das merkt es sofort. Wenn man dann eh schon schlecht drauf ist, schlägt das „störrische“ Pferd noch schneller aufs Gemüt.

Line schreibt auf Kultreiter sehr eindrucksvoll, wie man als Mensch im täglichen Umgang mit dem Pferd sein sollte: Weiterlesen

Clickertraining: Hütchenspiel

CAMERASo schaut ein zufriedenes, müde gespieltes Pony aus (und die Winterrealität bei uns am Stall, grau in grau, mitten am Tag)!

Was wir gemacht haben? Meine Eltern haben mir zu Weihnachten zwei kleine gelbe Pylonen geschenkt – ich nenne sie Hütchen. Grund: Ich nennen Rán doch so gerne Ponyhütchen und den Namen soll sie sich jetzt mal verdienen 😉

Klug wie das Zauberpony eben ist, hat das auch genau 7 Minuten gedauert, bis sie das Prinzip begriffen hat! HACH! Rán braucht doch manchmal so lange und viele Kleinschritte. Mein Tagesplan an diesem Dezembertag war aber nur, die Hütchen mitzubringen und zu sehen, was sie anbietet: Reinbeißen oder umschubsen. Je nachdem wollte ich dann einfach das ganze mal laufen lassen. Und siehe da: Die Dame hat sich für Umschubsen entschieden und nach ca. 1:30 ligt die Pylone – ich hab mich so gefreut, dass Rán sich voll erschrocken hat (Beweis im Video 😉 ). Auch das Aufstellen hat geklappt, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung meinerseits – eventuell dauert das noch, bis sie die richtige Technik raus hat und ganz alleine wird es wahrscheinlich nicht gehen, da der Rand der Pylone so schmal ist, da kann sie nicht reinbeißen und auch kaum anstubsen.

Aber hey – ich finde es sooooo toll, dass sie das so schnell begriffen hat. Mal sehen, was ich damit nun so weitermachen kann!

Daher gibt es heute auch keine Schritt-für-Schritt Anleitung, sondern nur den Videolink. Schaut euch die gesamten 6 Minuten an und probiert es mit euren Ponys mal aus – vielleicht habt ihr ja auch so Umschubstalente im Stall stehen?

Hier findet ihr das Video

Habt ihr Ideen für mich, was ich nun mit der Pylonengeschichte so weitermachen kann? In meinem Kopf dachte ich, es dauert bis Ende Januar, bis überhaupt das Umschmeißen gelingt, jetzt bin ich noch nicht so weit, dass ich was kreatives dafür habe! (Klaro, ich übe und festige erst noch das Umschmeißen, brauch auch noch eine SK dafür, aber ich brauch auch ein Ziel 😀 )

Grundlagen des Clickertrainings – Signalkontrolle

Signalkontrolle

Ein wichtiges Thema, besonders am Anfang des Clickerns, ist die sogenannte Signalkontrolle. (Die anderen Beiträge zum Thema Grundlagen oder Wie fange ich eigentlich an, findet ihr hier: Grundlagen des Clickertrainings)

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Signalkontrolle bedeutet, dass man ein Verhalten mit Hilfe eines Signals (ein bestimmtes Wort, eine Geste, eine Zügelhilfe etc) kontrolliert. Das Pferd ruft das Verhalten also nur ab, nachdem es per Signal dazu aufgefordert wurde. Damit ist das Signal selbst schon eine kleine Belohnung für das Pferd, weil es die Möglichkeit bekommt, etwas auszuführen, was es kann und sicher ein Leckerli dafür zu kriegen.

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Lesenswert: Pferdebeschäftigung bei Eis und Schnee

Skári - ein kleines Fotomodell ;)

Herrje,

kaum schaut man sich um, schon ist es wieder Mittwoch und schon wieder Zeit für einen neuen Beitrag der Kategorie „Lesenswert“. Ich hoffe, es ist niemandem aufgefallen, dass dazwischen gar nix kam 😀 Aber sicher ging es euch allen in der letzten Woche genauso wie mir: Viel Zeit für Familie und Freunde, dann noch ein bisschen mit den Fellnasen gekuschelt und schwupps schon ist Silvester Oo Wenn man dann wie ich noch von der Verwandtschaft vergiftet wird, bleibt eh keine Zeit  mehr für irgendwas (außer die Erkenntnis, dass grüne Fliesen im Bad wirkliiiiiiich hässlich sind…und auch durch stundenlanges Betrachten nicht an Schönheit gewinnen können…:P )

Nunja, bis auf die Meeresanwohner hat wohl nun auch jeder den Schnee, nachdem ständig geschrien wurde – ich hoffe, ihr seid mit dem Chaos zufrieden. Ich für meinen Teil bleibe dabei: Wünsche müssen klar differenziert geäußert werden! Ich wünsche mir Schnee ja immer nur im Ausreitgelände und auf Wiesen, flockig weich und ohne Eis, gepaart mit Sonne und wunderbar befahrbaren Straßen. Das wird hier aber nie klappen, bei uns fürchtet sich der Winterdienst nämlich vor Schnee und flieht dann lieber… 😉

Aber: Bei Schnee und Eis das Pferd ausreichend beschäftigen ist nicht immer leicht. Klar – clickern geht immer. Aber ich habe nicht jeden Tag den Kopf zum Clickern – denn dafür muss man schon wirklich gut drauf sein und nicht motzig oder müde am Stall ankommen. Etwas anderes, was ich immer wieder gerne mit dem Pony mache ist das freie Spiel. Also einfach ohne ein „Muss“ oder „Soll“, sondern mit „Wollen“ und „Können“ durch die Gegend schlurfen, spielen, toben, vor Lachen fast platzen und dann wieder ganz ruhig sein ❤

Miri von Mein Faible hat erst am Montag genau dazu einen schönen Artikel geschrieben, wie sie sich getraut hat loszulassen und das Spiel zuzulassen. Ich muss sagen: Mir tut das immer richtig gut, einfach nur rumalbern, nicht immer bierernst und alles schön hinterfragt…Neinein, ab und an muss auch mal Quatschi erlaubt sein – und Ráns quietschen, schnauben und die blitzenden Augen scheinen mich zu bestätigen 😉

 

Also schnell – lest euch Miris Schilderung vom „Ersten Mal“ durch und erzählt mir: Wer spielt auch gerne ab und zu?

 

P.S.: Schneebilder reiche ich nach. Könnte grad mit grünen Badfliesen dienen?? 😛

Isländer – ein Rasseportrait?!

Da stehen sie, Denkmälern gleich
mit dem Rücken zum Wind
stumm und doch vielsagend
unbewegt und doch bewegend ausdrucksvoll
– so trotzen sie der klirrenden Kälte
Eiszapfen schmücken ihre z Mähnen
Schneeflocken fallen weich auf den winterlichen Pelz
und der Wind erzählt von ihren Sehnsüchten
– so harmonieren sie mit der Natur.

D. Hege-Treskatis

 

Warum eigentlich ausgerechnet Isländer?

Mit einer präzisen Antwort auf diese mir oft gestellte Frage tue ich mich immer etwas schwer. Das ist wohl wie in meiner empirischen Forschung: Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Aber verschiedene Ansätze. Ich probiers also mal mit denen.

– schon als kleines Kind haben mich diese „Ponys“ mit der Wuschlwallemähne und den treuen Augen begeistert

– die Isländer-Seite in meinem Pferderassenbuch ist die abgegriffenste

– von all meinen Schleichpferden (und ich habe eine beachtliche Sammlung!) habe ich nur die Isis doppelt und eine richtige Familie. Außerdem haben auch die mich immer treu in den Urlaub begleitet, wo ich ihnen sogar Heu frisch gemacht habe (es gibt analoge Beweisbilder in den Kellertiefen bei Mama)

– Reiten gelernt hab ich auf allen möglichen Ponys, auch Isis-Mix, das erste Mal saß ich allerdings auf einem Isi und wurde rumgeführt

– jahrelang bin ich Ponys geritten, nach meinem Wiedereinstieg das erste Mal wieder….Isis 😉 um danach Großpferd zu reiten aus Ermangelung eines Isis bei uns. Habe ja aber dann Rán gefunden!

Schon immer fasziniert mich diese Rasse. Ich kann wirklich nicht sagen woher das kommt. Hinter dem Wort Island steckt ein Zauber, den wohl nur begreifen mag, wer ihn selber spürt. Diese Pferde bringen so viel mit, was mir bei anderen Rassen einfach fehlt. Sie sind sanftmütig und klug, klein genug für mich und dennoch bärenstark, sie haben so treue Knopfaugen und tolle Wuschelmähnen, dass man sie einfach lieben muss. Hat man ein sanftmütiges Pferd vor sich, so erlebt man nach dem Aufsteigen den Wandel hin zu einem temperamentvollen, ausdauernden, rennbegeisterten Pferd, dass den Wind in der Mähne spüren möchte und Wind und Wetter trotzt.

Dennoch bleibt ein Isi ein normales Pferd. Entgegen all der Vorstellungen und Klischees können Isländer völlig normal laufen. Sie können Dressurlektionen erlernen und der Schwierigkeitsgrad richtet sich auch hier nach den körperlichen Voraussetzungen, so wie bei jedem anderen Pferd eben auch. Sie können springen, wenn auch nicht meterhoch – meistens lieben sie es, so wie jedes andere Pferd auch. Und wie jedes andere Pferd auch, ist ein Isländer nicht einfach so fürs Reiten geeignet, auch seine Rückenmuskulatur muss trainiert werden. Auch ein Isi kann über den Rücken und vorwärts-abwärts. Sogar im Tölt. Kein Isi muss wie eine Giraffe durch die Gegend rennen und ich bin mir ganz sicher, dass sich auch ein Isi mehr im Leben wünscht, als über die Ovalbahn zu laufen. Übrigens ist es einem Isi auch völlig egal, wie man ihn sattelt und nach welcher Reitweise man ihn reitet.

Ein Isi will verstanden werden. Er will einen Partner an seiner Seite, der ihn respektiert und zuhört. Der fair mit ihm umgeht. Der Abwechslung, Spaß und Liebe mit sich bringt. Dann belohnt der Isi den Menschen mit bedingungsloser Liebe und Hingabe, mit butterweichen Gängen und dazu 1-2 extra 😉

Warum trotzdem so ein Phänomen hinter dieser Rasse steckt, ja gar ein Kult, kann wohl niemand verstehen, der nicht selbst Teil eines solchen Kultes ist, sei es Araber oder eben Isländer. Aber eines weiß wohl jeder Islandreiter:

Ich habe ein wunderbares Pferd, es hat die Leichtigkeit des Windes und des Feuers Hitze, aber wenn sein Reiter es besteigt, ist seine Sanftmut nichts andres als die Ruhe vor dem Ausbruch des Sturmes.

Lieblinge: Halfter to go von Herr Pferd

 

Unfassbar, aber wahr: Ich habe etwas gewonnen! Just in dem Moment, als ich auf der Consumenta 2014 ein wunderschönes, unglaublich tolles, geschmeidiges, weiches und farblich perfekt passendes Lederhalfter gefunden habe, dass ich auf Grund dieser vielen und tollen Adjektive dann natürlich auf gaaaar keinen Fall nicht kaufen konnte, erfahre ich, dass ich etwas gewonnen habe: Ein Halfter…!!!! (Ohoh, mein Freund fands gar nicht witzig – O-Ton: „Und wann ziehst du dem Pony jetzt die ganzen Halfter an?! Du hast schon drei und das Pony gehört nichtmal dir?!“ – Antwort: PAH!)

Halfter to go

Halfter to go

Ich jedenfalls habe ich total gefreut. Denn erstens: ICH HABE GEWONNEN! Hallo?! Egal was, das ist doch megaspitzenklasse! Und zweitens: Ich LIEBE die Herr Pferd-Produkte. An dieser Stelle war ich aber immer vernünftig genug und habe als Reitbeteiligung keine Trense, kein Halfter, keinen Stirnriemen gekauft. Aber immer „pseudo-geshoppt“ (Definition pseudo-shoppen: Auf der Homepage bewundern, viele Ahs und Ohs ausstoßen, den Link an ALLE Pferdefreunde schicken und fragen, ob das nicht sooo schön und perfekt für Rán sei, in den Warenkorb legen, sich zurücklehnen und freuen und dann oben rechts aufs rote X drücken und stolz auf sich sein, dass man es nicht echt echt gekauft hat! Macht Spaß, probierts aus 😀 )

Falls hier jemand denkt, dass ich mich nicht richtig freue, weil es ein Halfter ist, der sollte dringend noch mal diesen Artikel von verwandert lesen: Man kann ja nie genug fürs Pferd haben. Ich liebe mein neues Halfter!

Genau gewonnen habe ich ein Halfter to go – an dieser Stelle zitiere ich mal die Produktbeschreibung:

Halfter to go

Halfter to go – der Allrounder für die Jackentasche!

Das Halfter to go mit integriertem Führstrick ist immer dabei und überzeugt durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: Schnell die Pferde von der Weide holen, ein Handpferd auf den Ausritt mitnehmen oder aber eine Anbindemöglichkeit auf langen Ritten – all dies ist dank des Halfter-to-gos problemlos möglich.

Das Halfter überzeugt durch seine Funktionalität gepaart mit seiner kleinen Größe. Es passt in jede Jackentasche, ist schnell angezogen und kann einfach über der Trense getragen werden. Halfter und Führstrick sind aus einem Stück geflochten und festmiteinander verbunden. Dadurch ist eine lange Haltbarkeit gewährleistet.

 

Ganz toll fande ich, dass ich mir die Farbkombis komplett selber aussuchen durfte und Vanessa, der Mensch hinter Herr Pferd, hat mich ganz toll dabei beraten! Rán trägt in diesem Winter „Arktis“ inklusive einem Reflektorseil, damit man uns im Dunkeln auch sieht (vielleicht trau ich mich jetzt ja auch mal im Dunkeln in den Stall ). Findet ihr nicht auch, dass es traumhaft ausschaut??

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Noch dazu, passt es wie angegossen, ist ganz schnell und klein zusammengerollt und in der Jackentasche verstaut, so dass man es wirklich immer mit dabei haben kann. Den Namen „To go“ trägt es mit Recht und Stolz! Obwohl es soooo dünn und klein ist, ist es dennoch sehr robust und dabei gleichzeitig weich (was beim Ponyplüsch eigentlich egal wäre, aber irgendwann ist ja auch mal wieder für 4 Wochen das Sommerfell da) .

Ich bin jedenfalls ganz verliebt! Schaut euch schnell auf der Herr Pferd Seite um – das ist doch ein tolles Weihnachtsgeschenk 🙂 Und nur für Pfridolin Pferd gibt es übrigens auch rosa in Kombination mit Beere und Pink! Passt dann zum Rest 😀

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Danke nochmal an Vanessa! Ich freue mich noch immer jeden Tag über mein neues, kleines, süßes, blaues Halfter! 🙂

Clickertraining: Apportieren Teil 2

Heute mal wieder neues aus der Rubrik Clickertraining, alias wir versuchen uns am Clickern und zeigen, wie man es nicht macht.

Ich möchte hier ja keine Anleitung geben, wie man gewisse Dinge bei jedem Pferd antrainieren oder anwenden kann. Ich verstehe die Rubrik hier eher als Trainingstagebuch von Rán und mir – die wir uns manchmal ja doch ein wenig schwer tun, aber mit viel Spaß und Freude rumprobieren und doch immer irgendwie ans Ziel kommen. Lernen tue dabei eigentlich nur ich – jedenfalls fühlt sich das immer so an 😉

 

Bereits seit einigen Wochen übe ich mit Rán das Apportieren. Ein Video von fast ganz am Anfang könnt ihr in diesem Post finden. Damals hatte ich noch mit einem sehr großen und dicken Hundespielzeug geclickert – Rán hat dieses zwar ins Maul genommen, aber es war doch schon etwas wie eine Maulsperre. Grund für das Monster war, dass das Pony ja grundsätzlich alles erstmal als Futter versteht und versucht, es möglichst schnell zu vernichten, bevor ranghöhere Ponys aufmarschieren und es ihr klauen könnten. Dieses Schicksal ist leider auch zwei vorangegangenen Trainingsobjekten ereilt – beim Lappen habe ich schon gekämpft, bei dem mit Plastikkügelchen gefüllten Werbekuscheltier stand ich kurz vor einer Panikattacke, als das Rántier doch tatsächlich versucht hat, einen Schenkel abzubeißen Oo Daher zog ich also los und suchte das dickste, größte, robusteste Apportierding, was es nur gibt.

Jetzt haben wir ein anderes 😀 Rán hat mir Apportierding Nr. 1 zwar das Prinzip verstanden und man hat gemerkt, dass ihr das wirklich Spaß macht (immer diese oral fixierten Ponys), aber sooooo gut lief es halt nicht. Ich also todesmutig nochmal in den Hundeladen vor Ort gefahren, wo man erst mal an 100 Mio. Dosen Pferdefleisch und eklig riechendem Zeug vorbeistapfen muss, bis man zur Clickerabteilung gelangt. Da dann stundenlang alle Apportiersachen in der Hand gehalten und abgewogen und schlussendlich durfte dieser „Knochen“ bei uns einziehen:

 

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Apportieren mit Knochen

Was soll ich sagen: Der Kauf hat sich gelohnt! Rán liebt dieses Ding (Apportierding Nr. 2). Sie findet es gleich so großartig, dass sie bei einem Click nur sehr zögerlich davon ablässt, um sich das Leckerli abzuholen. Eigentlich will sie viel lieber spielen, spielen, spielen. Wir haben auf jeden Fall schon Fortschritte  gemacht – in 7 von 10 Fällen kann Rán das Ding vom Boden aufheben und behält es im Mund. Auf dem Video ist leider keine großartige Konsequenz zu sehen, denn das ist das Ende der Trainingseinheit – wir hatten die Idee mal mit unserer Spiegelreflex zu filmen und nur Probleme damit – von der selstsamen Farbgebung (es war schon orangenes Herbstlicht, aber so arg jetzt nicht?!) bis hin zu „Wo ist eigentlich das Video jetzt gespeichert?!“…nächstes Mal filme ich wieder mit der kleinen Kompaktkamera, das ist viel einfacher…! Daher gibt es leider von der mittleren Einheit, wo es wirklich spitzenobersuperduperklasse geklappt  hat, nichts, außer meine adjektivreiche Beschreibung, die ihr nun einfach glauben müsst. 😉

Zur Erinnerung sind dies meine geplanten Schritte:

Mein aktuelles Ziel ist folgendes:

Rán lernt das Spielzeug vom Boden aus hochzuheben und für eine kurze Zeit im Maul zu behalten.

Langfristig möchte ich eine Verhaltenskette aufbauen, die aus Hochnehmen – Bringen – Aufräumen bestehen soll. Das wird aber sicher noch eine ganze Weile dauern!

Das Vorgehen ist  wie folgt:

1) Traust du dich, dich dem Spielzeug zu nähern? √

2) Traust du dich sogar, es anzuschnauben oder es zu berühren? √

(Jackpot)

3) Schaffst du es, in das Spielzeug hineinzubeißen? √

(Jackpot, wenn ja)

4) Schaffst du es, das Spielzeug ein bisschen in deinem Maul zu behalten? √

(Jackpot, wenn ja)

5) Kannst du diesen Zeitraum Stück für Stück ausbauen? —> den Zeitraum bauen wir gerade aus.

Die nächsten Schritte sind dann, dass Rán zuverlässiger in die Mitte des Apportierdings Nr. 2 beißt – denn am Seilknoten tut sie sich einfach zu schwer, es dann lange im Maul zu behalten (lustigerweise frustriert es sie auch total, wenn sie nicht die Mitte erwischt, ganz nach dem Motto: „Moment, das ging doch gerade besser?“) und mit dem Ding im Maul ein paar Schritte laufen lernt. Dazu erhoffe ich mir, dass ich das mit dem bekannten Signal „Komm“ verbinden kann, dass todsicher sitzt und womit ich sie fast immer zu mir holen kann (nur manchmal gewinnt das Gras auf der Koppel 😦 ) . Aber noch bleibt es erstmal beim rumspielen und reinbeißen, denn die Signalkontrolle sitzt hier noch auf keinen Fall und ich will nicht zu überstürzt vorgehen!

Hier also das Video zum Apportieren 🙂

Weiter werden wir hier frühestens im Januar gehen, da ich im Dezember faul am Strand liege, bevor ich mich auf meine mündliche Abschlussprüfung vorbereiten muss. Wenn ich nur daran denke, dass ich das Pony so lange nicht sehe, wird mir schon ganz anders…

Für euch wird es aber normal weitergehen. Ich bin fleißig am Artikel vorschreiben, so dass es pro Woche 1-2 Artikel geben wird!