Meine 5 Survivaltipps für den Winter am Offenstall

Winter. Sofort entstehen Bilder von glitzernden Pulverschnee im Sonnenschein vor meinem inneren Auge.Endlos weite Strecken zum tölten und galoppieren. Vor Glück prustende Isländer und rotbackige Reiter, die gar nicht nach Hause wollen.

Quelle: Martina Wieland

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Persönlichkeitsbildung Clickertraining

Passend zu meinem letzten Artikel, habe ich heute bei Sophie einen klasse geschriebenen Beitrag über die Schuldfrage im Umgang mit dem Pferd gelesen!

Beim 1. Teilschritt der Verhaltenskette Apportieren (und Aufräumen) bin ich ja lange hängen geblieben – und alle, die diesem Blog schon länger folgen wissen, dass es bei uns immer wieder lange Lernplateaus gibt, die ich mir oft nicht erklären kann. Bereits beim Clickerkurs von Babette und Tanja habe ich mich oft ertappt gefühlt, und auch wenn Heike etwas postet (Clickerforum auf Facebook) habe ich oft das Gefühl, mich habe jemand heimlich, still und leise beobachtet. Denn: Ich bin so typisch Mensch! Anstelle von kritischer Selbstreflexion ist es oft so viel einfacher zu sagen: Das Pony ist schuld! Das hat einfach keine Lust, keinen Bock, ist überhaupt vollkommen doof heute und ganz bestimmt auch noch rossig.

Sicher, ein Pony ist keine Maschine und auch Rán hat nicht jeden Tag Lust auf clickern. Gerade jetzt, wo sie den Husten immer mehr besiegt und in mini Schritten fitter wird, will sie lieber laufen und der Welt stolz präsentieren, wie schön sie wieder galoppieren kann. Jetzt kommt da dieser doofe Mensch und lässt sie nicht.

 

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Apportieren – Video

Heute gibt es mal wieder Neuigkeiten vom Lieblingspony und mir. Da ich zurzeit in den letzten Wochen der Masterarbeitschreibphase stecke, bleibt für alles, was Spaß macht, leider wenig Zeit… Aber diese Woche bin ich auch mal wieder intensiver zum Clickern gekommen und wie so oft – erstmal in einer tiefen Sinnkrise stecken geblieben. Liegt es an mir, liegt es am Wetter, am Pony…manchmal klappt einfach gar nichts.

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Pferdeball

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Ist es bei euch aktuell auch immer so schwül? Ohne komplett Tarnung im Zebralook und einer einprägsamen Geruchsfahne, die man kilometerweit hinter sich herzieht und dennoch alle Viecher anlockt, kann man sich ja kaum noch bewegen. Da Rán auf Grund ihres Hustens bei so heiß-schwülem Wetter nicht zu sehr bewegt werden darf, um schlimmeres zu verhindern, sind wir gerade wieder sehr aktiv beim Clickern.

Erst diese Woche hatten wir eine traumhafte Clickereinheit, die mir mal wieder gezeigt hat: Wenn man ohen Erwartung und mit viel Freude über die gemeinsame Zeit clickert, entstehen tolle Geschichten!

Ich bin mit neuen Ideen, inspiriert durch den Clickerkurs von Babette Teschen und Tania Konnerth, zum Stall gefahren. Im Gepäck mein rosa Gymnastikball (das schaut übrigens sehr witzig aus, wenn in meinem kleinen weißen Flitzer ein riiiiiiesiger rosa Gymnastikball mitfährt…:D ) und die Idee, Rán endlich die Angst davor zu nehmen. Ich hatte den Ball schon zweimal dabei, aber Hütchens Interesse daran war eher gering oder sie ist davor weggelaufen. Von Mitarbeit keine Spur… aber diesesmal hat es funktioniert. Ich habe nichts anders gemacht, außer, dass ich eben keine Erwartungen mehr an Rán hatte. Schwupdiwupp hat es geklappt – Ránis Augen blitzten vor Schabernack und Freude, als sie entdeckt hat, dass man den Ball mit der Nase zum Rollen bringen kann. Allerdings war ich der gemeine Kindergärtner, der das tolle Spielzeug wegsperrt, wenn es am meisten Spaß macht… Ich will ja, dass sie noch lange damit spielen mag und wir das irgendwann eventuell sogar vom Sattel aus können – doch bis dahin fehlen noch viele Schritte, u.a. muss Rán lernen, dass man den Ball auch mit den Hufen kicken kann!

Das waren meine Denkabläufe beim erclickern:

1) Traust du dich, den Ball anzusehen und zu beobachten?

2) Traust du dich, zum Ball zu kommen und ihn aus der Nähe zu betrachten?

3) Traust du dich vielleicht sogar, ihn mit der Nase zu berühren?

Hier hatte ich meinen ersten Jackpot gesetzt! Mein Signal ist dabei „Touch“, also das gleiche wie beim Targettraining mit der XXL Fliegenklatsche. Das ist schon gut etabliert und ließ sich deshalb leicht auf den Ball übertragen. Für das Ballspielen an sich werde ich eine andere Signalkontrolle einführen („Play“).

Bis zum Punkt drei waren wir schon einmal gekommen, nur hatte sich Rán dann nicht weiter für den Ball interessiert. Bei dieser Einheit ging es also sehr schnell wieder bis zum Punkt 3, aber diesesmal auch darüberhinaus.

Weiter ging es in folgenden Schritten:

4) Wenn ich den Ball ein bisschen von dir wegrolle, folgst du ihm dann?

5) Schaffst du es, den Ball so anzustupsen (hier jetzt dann der Umstieg auf „Play“, das Signal „Touch“ habe ich von nun an nicht mehr benutzt), dass er ein bisschen rollt? Zur Unterstützung habe ich das bergabwärts gemacht, unser Stall liegt günstig am Hang, das hat das ganze erleichtert.

Hier war mein zweiter Jackpot gesetzt!

 

Für die Zukunft stehen folgende Schritte an (Achtung: Endziele, keine Teilschritte!):

– Die Signalkontrolle einführen und festigen. Signal „Play“ steht für das Anstupsen mit der Nase, am besten so, dass der Ball dabei ins Rollen kommt.

– Lernen, dem Ball zu folgen und immer wieder anzustupsen, um ein Ballspiel zu entwickeln.

– Lernen, den Ball auch mit dem Huf zu berühren. Da Beingeschichten bei Rán immer sehr schwer gehen, werde ich mir mit diesen Schritt Zeit lassen und sehen, ob er sich verwirklichen lässt. Ich erhoffe mir, dass sich diese Übung wechselseitig mit der Spanischen Schritt-Übung bedingt und beide Tricks davon profitieren können. Aber das steht noch in den Sternen.

 

Alle drei Schritte werden noch einiges an Zeit  benötigen. Insgesamt ist Rán ja eher ein langsamer Lerner, wenn es um das Thema Signalkontrolle geht. Bis jetzt sind – nach einem halben Jahr nicht sehr konsequentem/regelmäßigen Training – erst 3 Signale richtig gefestigt. Aber dafür klappen die wunderschön und sind zu 99% abrufbar wenn Stuti schlecht drauf ist, geht eh gar nix.

Die 3 von der Tankstelle

 

Das allerliebste Hütchen lebt natürlich nicht alleine in ihrem Offenstallparadies. Auf der oberen „Mädels-Koppel“ stehen noch der Fáfnir (Wallach) und die Snót (Stute). Auf der „Jungs-Koppel“ – sozusagen gegenüber, oder einmal über die „Straße“ (den holperdiestolperWeg) stehen dann Randver (Wallach) und Skári (Hengst). In dieser Zusammenstellung sind die 5 schon lange unterwegs und scheinen alle ganz zufrieden zu sein 🙂

My beloved ponio of course does not live alone in her stable paradise. She lives together with Fáfnir (Gelding) and Snót (Mare). Across the little pathway is our boy barn 😉 There you can meet Randver (Gelding) and Skári (Stallion). All 5 of them have been living in this constellation for 5 years now and seem to be very satisfied with it!

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Fáfnir

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