7 Gründe, warum du anfangen solltest zu clickern

Clickertraining ist eine großartige Trainingsweise: Es macht Spaß, ist dynamisch, macht dich kreativ, vereint dich und dein Pferd zu einer tollen Einheit…! Trotzdem lebst du noch ohne? Dann habe ich hier 7 Gründe, warum du wirklich anfangen solltest zu clickern!

P.S.: Für alle eingefleischten Clickerer sind diese Gründe ebenfalls  gut geeignet – damit könnt ihr nämlich den „Rest“ von unserer tollen Trainingsweise überzeugen 🙂

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Grundlagen: Die Entspannung

Neben der Höflichkeit gibt es ein großes Thema, welches man bereits ganz am Anfang mit dem Pferd üben sollte: Die Entspannung!

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Viele Pferde sind so begeistert vom Clickern, dass sie regelrecht aufdrehen – wie ein kleines Kind, das so viel Spaß hat und es einfach völlig übertreibt. Das Lernen dann nicht mehr so gut funktioniert, kannst du dir sicherlich gut vorstellen 😉 Und genau da greift sie dann – die Entspannung. Wenn du deinem Pferd gezielt Übungen beibringst, die es in den Entspannungsmodus bringen, kannst du in eure Clickereinheiten immer wieder Ruhe bringen und somit eine positive Lernatmosphäre aufrecht erhalten.

Lesetipp: Miri von MeinFaible schreibt hier über das Energiekarussell einer Trainingseinheit und wie du als Mensch es steuern kannst. 🙂

Eine sehr gute Übung ist dabei das „Kopf tief“, denn entspannte Pferde erkennt man an einem tief getragenen Kopf, zum Beispiel beim Dösen oder beim Fressen. Wir nutzen also eine natürliche Entspannungshaltung für unser Training! 🙂 Hierfür gibt es viele verschiedene Wege, wie du dies erarbeiten kannst.

1. Freies Formen

Beim freien Formen bestärkst du dein Pferd, wenn es von selbst ein gewünschtes Verhalten zeigt. In unserem Fall könnte das folgende Situation sein: Du verbringst Zeit mit deinem Pferd auf dem Paddock, es döst ein bisschen und lässt dabei den Kopf fallen. Jetzt clickst du und bestärkst damit das von dir gewünschte Verhalten „Kopf tief“. Für dein Pferd ist das ganze aber noch ein bisschen wie Topfschlagen – du sagst zwar „heiß, heiß, heiß“ aber das richtige Verhalten ist dem Pferd noch nicht ganz klar, es hat ja grad nicht nur den Kopf tief gehabt, sondern auch gedöst, vielleicht ein Bein angewinkelt etc. Was ich damit sagen will? Du brauchst auch hier natürlich viel Geduld! Jedesmal wenn dein Pferd seinen Kopf auch nur einen Zentimeter nach unten bewegt, solltest du sofort dieses Verhalten mit C+B bestärken! Mit der Zeit wird dein Pferd am Topf angekommen sein, also verstehen, dass der gesenkte Kopf das Leckerli bringt. Dann wird es Zeit für die Signalkontrolle, damit dein Pferd nicht ab jetzt nur noch mit hängendem Kopf durch die Gegend schlurft 😉

2. Mit Hilfestellung arbeiten

Wenn dein Pferd nicht von alleine den Kopf tiefnimmt, kannst du ihm eine kleine Hilfestellung geben, indem du zum Beispiel das Genick kraulst oder ganz sanft (!!!) am Strick zupfst, um die Richtung vorzugeben. Es kann auch helfen, wenn du mit deiner Körpersprache einen Hinweis gibst und dich selbst völlig entspannt in die Tiefe begibst (bei Rán hat das zum Beispiel gut funktioniert!). Sobald dein Pferd seinen Kopf dann ein wenig senkt, lobst du es sofort – am besten gibst du das Leckerli in der tieferen Kopfhaltung, um diese noch mehr zu bestärken!

Obacht! Du solltest diese Hilfestellungen nicht allzu lange vorgeben, denn der Lerneffekt dieser Übung ist viel positiver, wenn dein Pferd von alleine den Kopf senkt 🙂

3. Targettraining

Als dritte Möglichkeit das „Kopf tief“ zu erarbeiten, bietet sich das Targettraining an. Natürlich solltest du dafür bereits ein Target etabliert haben 🙂

Du bietest deinem Pferd euer Target an (in unserem Fall eine riesige XXL-Fliegenklatsche) und führst dies langsam in Richtung Boden – dein Pferd sollte automatisch mit der Nase mitkommen. Wichtig hier ist, dass dein Pferd nicht in das Target beißt, egal wo, sondern wirklich nur mit der Nase folgt. Weil Rán gern in alles reinbeißt hat diese Möglichkeit bei uns zum Beispiel gar nicht funktioniert!

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Du siehst – es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie du deinem Pferd diese Übung beibringen kannst. Auch hier gilt – wie immer beim Clickern – du musst dir gut überlegen, was bei deinem Pferd am besten funktionieren könnte und viel ausprobieren. Eine andere tolle Entspannungsübung ist das Entspannungsquadrat, was Sabine von Clickerpony in diesem Artikel super ausführlich und mit Video beschreibt!

Was mir noch wichtig ist: Sobald dein Pferd auf ein Signal hin den Kopf senken kann, solltest du an der Länge der Übung arbeiten! Entspannen funktioniert weder beim Pferd noch beim Menschen in Sekundenschnelle!

Extratipp: Wenn du ein Wortsignal oder ein Zügelsignal für diese Übung einführst, kannst du sie auch jederzeit vom Sattel aus abrufen und so dein Pferd im Gelände bei kritischen Situationen schnell entspannen und zu dir zurück holen! 🙂

Sag ehrlich: Übst du das „Kopf tief“ auch oder bist du da eher schludrig (so wie ich?)?

Clickern a la Kurland

DSC04923Immer mehr beschäftige ich mich in der letzten Zeit mit Möglichkeiten der Gymnastizierung durch Clickern. Dabei stoße ich auf Alexandra Kurland, die eine sehr eigene Clickerschule entwickelt hat, die ich persönlich wahnsinnig spannend finde 🙂 Leider ist es sehr schwer in Deutschland an Material zu gelangen – man kann Frau Kurland aber anschreiben und so Zugang zum Onlinevideomaterial (+ Lehrgang) erhalten. Bis jetzt halte ich mich an Heike und das Clickerforum, wo sehr intensiv und ebenfalls mit Videodokumentation die ein oder andere Kurland-Übung dargestellt wird.

Am interessantesten finde ich die Übung „Why would you leave me“. Das ganze ist eine Übung am Boden, im Zirkel, der mit 8 Hütchen markiert wird. Anfangs wird beim Erreichen jedes Hütchens geclickt, dann begonnen auf die Position des Pferdes zu achten. In der Endposition läuft das Pferd gebogen (ähnlich dem Schulterherein) vor einem her.

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Du clickerst?!!!!

Wer beim Lesen der Überschrift eine innere entsetzte Stimme gehört hat scheint ihn schon zu kennen: Diesen Satz, mit dieser einen Betonung – und dem einen Folgesatz, der immer kommt. Ist dein Pferd dann nicht schrecklich aufdringlich??

Nein, ist es nicht!

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Clickertraining: Hütchenspiel

CAMERASo schaut ein zufriedenes, müde gespieltes Pony aus (und die Winterrealität bei uns am Stall, grau in grau, mitten am Tag)!

Was wir gemacht haben? Meine Eltern haben mir zu Weihnachten zwei kleine gelbe Pylonen geschenkt – ich nenne sie Hütchen. Grund: Ich nennen Rán doch so gerne Ponyhütchen und den Namen soll sie sich jetzt mal verdienen 😉

Klug wie das Zauberpony eben ist, hat das auch genau 7 Minuten gedauert, bis sie das Prinzip begriffen hat! HACH! Rán braucht doch manchmal so lange und viele Kleinschritte. Mein Tagesplan an diesem Dezembertag war aber nur, die Hütchen mitzubringen und zu sehen, was sie anbietet: Reinbeißen oder umschubsen. Je nachdem wollte ich dann einfach das ganze mal laufen lassen. Und siehe da: Die Dame hat sich für Umschubsen entschieden und nach ca. 1:30 ligt die Pylone – ich hab mich so gefreut, dass Rán sich voll erschrocken hat (Beweis im Video 😉 ). Auch das Aufstellen hat geklappt, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung meinerseits – eventuell dauert das noch, bis sie die richtige Technik raus hat und ganz alleine wird es wahrscheinlich nicht gehen, da der Rand der Pylone so schmal ist, da kann sie nicht reinbeißen und auch kaum anstubsen.

Aber hey – ich finde es sooooo toll, dass sie das so schnell begriffen hat. Mal sehen, was ich damit nun so weitermachen kann!

Daher gibt es heute auch keine Schritt-für-Schritt Anleitung, sondern nur den Videolink. Schaut euch die gesamten 6 Minuten an und probiert es mit euren Ponys mal aus – vielleicht habt ihr ja auch so Umschubstalente im Stall stehen?

Hier findet ihr das Video

Habt ihr Ideen für mich, was ich nun mit der Pylonengeschichte so weitermachen kann? In meinem Kopf dachte ich, es dauert bis Ende Januar, bis überhaupt das Umschmeißen gelingt, jetzt bin ich noch nicht so weit, dass ich was kreatives dafür habe! (Klaro, ich übe und festige erst noch das Umschmeißen, brauch auch noch eine SK dafür, aber ich brauch auch ein Ziel 😀 )

Grundlagen des Clickertrainings – Signalkontrolle

Signalkontrolle

Ein wichtiges Thema, besonders am Anfang des Clickerns, ist die sogenannte Signalkontrolle. (Die anderen Beiträge zum Thema Grundlagen oder Wie fange ich eigentlich an, findet ihr hier: Grundlagen des Clickertrainings)

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Signalkontrolle bedeutet, dass man ein Verhalten mit Hilfe eines Signals (ein bestimmtes Wort, eine Geste, eine Zügelhilfe etc) kontrolliert. Das Pferd ruft das Verhalten also nur ab, nachdem es per Signal dazu aufgefordert wurde. Damit ist das Signal selbst schon eine kleine Belohnung für das Pferd, weil es die Möglichkeit bekommt, etwas auszuführen, was es kann und sicher ein Leckerli dafür zu kriegen.

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Grundlagen des Clickertrainings – Höflichkeit

Der Einstieg ins Clickern

Du hast bereits verstanden, um was es beim Clickern eigentlich geht und wieso der Click für Lernerfolge so elementar ist? (Wenn nicht, dann empfehle ich dir meine kurze Erklärung hier)

Der perfekte Clicker ist gefunden, die Geschmacksprobe (Quer durch das Sortiment 1 und 2) ist durchgeführt und das perfekte Leckerli, sowie ein geeigneter Jackpot eingekauft? Außerdem hast du schon ein paar Trockenübungen durchgeführt? Das mag doof klingen, hilft aber enorm später das Timing hinzubekommen – Clicken, in die Tasche greifen, Leckerli „füttern“ – das ein paar mal geübt, führt dazu, dass du später schon routiniert bist und nicht durch unnötig langes Warten dein Pferd zum Drängeln einlädst.

Dann geht’s los! Aber wie?

Zum Einstieg muss natürlich erstmal das Pferd auf den Clicker konditioniert werden. Das geht eigentlich ganz einfach: In einem ungezwungenen Rahmen (ich arbeite mit Rán nur frei, sonst verliert die Clickerarbeit für mich die wichtigste Komponente – nämlich die Freiwilligkeit) macht man zunächst nichts anderes als Click + Belohnung (oder auch C+B) – das heißt, du clickst und fütterst in einem möglichst kurzen Zeitabstand (optimal: 2sec) ein Leckerli – du wirst merken, wann dein Pferd den Zusammenhang zwischen dem Geräusch und dem Gutti verstanden hat! Die meisten Pferde werden dann nämlich schnell gierig, aufdringlich, unangenehm. Genau hier greift dann die erste Lektion: Höflichkeit

In meinem Fall habe ich das so gemacht:

  1. Ich stand still und stumm neben Rán. Jegliches an mir Rumgesabbele habe ich hartnäckig ignoriert und bin auch kein Stück zur Seite gewichen.
  2. Irgendwann hat sie mal für eine Nanosekunde den Kopf weg vom Leckerlibeutel bewegt und da kam der Click!
  3. So ging es weiter, immer, wenn der Kopf weg von den Leckerlis ging, gab es C+B.
  4. Irgendwann habe ich damit begonnen, sowohl ein Körpersignal (erhobener Zeigefinger), als auch das Stimmsignal „Artig“ zu etablieren. Ich habe also meinen Zeigefinger gehoben, wenn Rán den Kopf weghat, und habe mit dem Click „Artig“ gesagt.
  5. Diese Übung mache ich jede Woche. Ein verfressenes Pony zu erziehen ist nicht sehr einfach. Nach einem ¾ Jahr kann Rán zuverlässig auf Fingerzeig und/oder „Artig“-Stimmsignal den Kopf wegdrehen und ruhig auf ihre Belohnung warten.
  6. Was sie noch nicht kann ist, dass sie das selbstständig bei jedem Leckerli macht. Das ist noch mein großes Endziel.

Ihr seht also, wie wichtig es ist, diese Übung zu Beginn gut zu etablieren und warum man sie immer wieder üben muss. Denn besonders bei Fressnasen dauert es einfach seeeehr lange, bis der Rüssel automatisch weg vom Futter geht!

Warum Höflicheit sonst noch sooo wichtig und elementar für das Clickern ist, erklärt Marlitt sehr schön in diesem Artikel, denn ich euch zu Beginn (oder auch mittendrin) sehr ans Herz legen möchte! Denn beim Clickern steigt das Erregungsniveau sowohl von Mensch, als auch von Pferd an und dies kann sehr leicht mit verstärkt werden:

„Wer dann auch noch mit einem schon leicht aufgeregten Pferd weiter übt, ein angedeutetes Schnappen trotzdem belohnt oder generelle Unruhe ignoriert, der wird eben diesen schon vorhandenen Erregungslevel in sein weiteres gesamtes Training immer weiter integrieren“ (Marlitt Wendt)

Lasst euch nicht verunsichern – Clickertraining ist anspruchsvoll für Mensch und Pferd und macht dennoch unendlich viel Spaß! Gerade dadurch, dass man auf so viele Kleinigkeiten achtet, entsteht am Ende etwas tolles, großes Ganzes!

Bleibt dran 🙂

 

 

Clickertraining: Outtake

In meiner Foodkategorie finden sich ja die Futterproben Teil 1 und Teil 2, bei denen ich getestet habe, was die Rán so alles frisst und was ich a) als normales Clickerleckerli geben kann und was b) als Jackpot. Dabei ist herausgekommen, dass ich außer Sellerie und Rote Beete so ziemlich alles alltäglich füttern kann (aktuell wechseln sich Möhrchenscheiben und Dreesy Klickerleckerli ab) und als Jackpot vor allem Birne und Apfel hoch im Kurs sind.

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Im letzten Beitrag der Kategorie Clickertraining habe ich euch ein Video unseres aktuellen Trainingsstandes beim Apportieren gezeigt – davon gibt es noch einen zweiten Teil, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Dies war ziemlich am Anfang der Einheit (bevor die Kamera gestreikt hat) und Rán hat sich sehr schnell einen Jackpot verdient – der war an dieser Stelle gesetzt bei: „Schaffst du es, das Apportierding Nr. 2 direkt in der Mitte zu greifen und eine Weile hochzuhalten?“

Schaut selbst, was dann passiert ist: Video Jackpot und das Training 😉

Clickertraining: Apportieren Teil 2

Heute mal wieder neues aus der Rubrik Clickertraining, alias wir versuchen uns am Clickern und zeigen, wie man es nicht macht.

Ich möchte hier ja keine Anleitung geben, wie man gewisse Dinge bei jedem Pferd antrainieren oder anwenden kann. Ich verstehe die Rubrik hier eher als Trainingstagebuch von Rán und mir – die wir uns manchmal ja doch ein wenig schwer tun, aber mit viel Spaß und Freude rumprobieren und doch immer irgendwie ans Ziel kommen. Lernen tue dabei eigentlich nur ich – jedenfalls fühlt sich das immer so an 😉

 

Bereits seit einigen Wochen übe ich mit Rán das Apportieren. Ein Video von fast ganz am Anfang könnt ihr in diesem Post finden. Damals hatte ich noch mit einem sehr großen und dicken Hundespielzeug geclickert – Rán hat dieses zwar ins Maul genommen, aber es war doch schon etwas wie eine Maulsperre. Grund für das Monster war, dass das Pony ja grundsätzlich alles erstmal als Futter versteht und versucht, es möglichst schnell zu vernichten, bevor ranghöhere Ponys aufmarschieren und es ihr klauen könnten. Dieses Schicksal ist leider auch zwei vorangegangenen Trainingsobjekten ereilt – beim Lappen habe ich schon gekämpft, bei dem mit Plastikkügelchen gefüllten Werbekuscheltier stand ich kurz vor einer Panikattacke, als das Rántier doch tatsächlich versucht hat, einen Schenkel abzubeißen Oo Daher zog ich also los und suchte das dickste, größte, robusteste Apportierding, was es nur gibt.

Jetzt haben wir ein anderes 😀 Rán hat mir Apportierding Nr. 1 zwar das Prinzip verstanden und man hat gemerkt, dass ihr das wirklich Spaß macht (immer diese oral fixierten Ponys), aber sooooo gut lief es halt nicht. Ich also todesmutig nochmal in den Hundeladen vor Ort gefahren, wo man erst mal an 100 Mio. Dosen Pferdefleisch und eklig riechendem Zeug vorbeistapfen muss, bis man zur Clickerabteilung gelangt. Da dann stundenlang alle Apportiersachen in der Hand gehalten und abgewogen und schlussendlich durfte dieser „Knochen“ bei uns einziehen:

 

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Apportieren mit Knochen

Was soll ich sagen: Der Kauf hat sich gelohnt! Rán liebt dieses Ding (Apportierding Nr. 2). Sie findet es gleich so großartig, dass sie bei einem Click nur sehr zögerlich davon ablässt, um sich das Leckerli abzuholen. Eigentlich will sie viel lieber spielen, spielen, spielen. Wir haben auf jeden Fall schon Fortschritte  gemacht – in 7 von 10 Fällen kann Rán das Ding vom Boden aufheben und behält es im Mund. Auf dem Video ist leider keine großartige Konsequenz zu sehen, denn das ist das Ende der Trainingseinheit – wir hatten die Idee mal mit unserer Spiegelreflex zu filmen und nur Probleme damit – von der selstsamen Farbgebung (es war schon orangenes Herbstlicht, aber so arg jetzt nicht?!) bis hin zu „Wo ist eigentlich das Video jetzt gespeichert?!“…nächstes Mal filme ich wieder mit der kleinen Kompaktkamera, das ist viel einfacher…! Daher gibt es leider von der mittleren Einheit, wo es wirklich spitzenobersuperduperklasse geklappt  hat, nichts, außer meine adjektivreiche Beschreibung, die ihr nun einfach glauben müsst. 😉

Zur Erinnerung sind dies meine geplanten Schritte:

Mein aktuelles Ziel ist folgendes:

Rán lernt das Spielzeug vom Boden aus hochzuheben und für eine kurze Zeit im Maul zu behalten.

Langfristig möchte ich eine Verhaltenskette aufbauen, die aus Hochnehmen – Bringen – Aufräumen bestehen soll. Das wird aber sicher noch eine ganze Weile dauern!

Das Vorgehen ist  wie folgt:

1) Traust du dich, dich dem Spielzeug zu nähern? √

2) Traust du dich sogar, es anzuschnauben oder es zu berühren? √

(Jackpot)

3) Schaffst du es, in das Spielzeug hineinzubeißen? √

(Jackpot, wenn ja)

4) Schaffst du es, das Spielzeug ein bisschen in deinem Maul zu behalten? √

(Jackpot, wenn ja)

5) Kannst du diesen Zeitraum Stück für Stück ausbauen? —> den Zeitraum bauen wir gerade aus.

Die nächsten Schritte sind dann, dass Rán zuverlässiger in die Mitte des Apportierdings Nr. 2 beißt – denn am Seilknoten tut sie sich einfach zu schwer, es dann lange im Maul zu behalten (lustigerweise frustriert es sie auch total, wenn sie nicht die Mitte erwischt, ganz nach dem Motto: „Moment, das ging doch gerade besser?“) und mit dem Ding im Maul ein paar Schritte laufen lernt. Dazu erhoffe ich mir, dass ich das mit dem bekannten Signal „Komm“ verbinden kann, dass todsicher sitzt und womit ich sie fast immer zu mir holen kann (nur manchmal gewinnt das Gras auf der Koppel 😦 ) . Aber noch bleibt es erstmal beim rumspielen und reinbeißen, denn die Signalkontrolle sitzt hier noch auf keinen Fall und ich will nicht zu überstürzt vorgehen!

Hier also das Video zum Apportieren 🙂

Weiter werden wir hier frühestens im Januar gehen, da ich im Dezember faul am Strand liege, bevor ich mich auf meine mündliche Abschlussprüfung vorbereiten muss. Wenn ich nur daran denke, dass ich das Pony so lange nicht sehe, wird mir schon ganz anders…

Für euch wird es aber normal weitergehen. Ich bin fleißig am Artikel vorschreiben, so dass es pro Woche 1-2 Artikel geben wird!