Grundlagen des Clickertrainings – Signalkontrolle

Signalkontrolle

Ein wichtiges Thema, besonders am Anfang des Clickerns, ist die sogenannte Signalkontrolle. (Die anderen Beiträge zum Thema Grundlagen oder Wie fange ich eigentlich an, findet ihr hier: Grundlagen des Clickertrainings)

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Signalkontrolle bedeutet, dass man ein Verhalten mit Hilfe eines Signals (ein bestimmtes Wort, eine Geste, eine Zügelhilfe etc) kontrolliert. Das Pferd ruft das Verhalten also nur ab, nachdem es per Signal dazu aufgefordert wurde. Damit ist das Signal selbst schon eine kleine Belohnung für das Pferd, weil es die Möglichkeit bekommt, etwas auszuführen, was es kann und sicher ein Leckerli dafür zu kriegen.

Warum ist das wichtig?

Nehmen wir mal das Beispiel Targettraining. Ihr wollt dem Pferdi beibringen ein Target anzustubsen. Die meisten begreifen das sehr zügig und sind voller Begeisterung am berühren. Besonders dann, wenn ihr mit einem Handttarget arbeitet, wollt ihr ja nicht, dass das Pferd nun ununterbrochen eure Hand anschnuffelt und nicht mehr damit aufhört, weil es gelernt hat:

Berühren = Click = Belohnung.

Nein! Ihr wollt, dass das Pferd das Verhalten nur dann zeigt, wenn es dazu aufgefordert wird.

1. Um blöden Situationen vorzubeugen 2. Um zu verhindern, dass das Pferd unerzogen wird und rumkaspert 3. Um zu verhindern, dass das Pferd frustriert wird und den Spaß am Clickern verliert – schließlich versteht das Pferd nicht, warum es nicht jedesmal beim Berühren eine Belohnung bekommt!

Das Signal hilft euch also beiden!

Wie trainiere ich Signalkontrolle an?

Das ist das Schwierige an diesem Thema 😦 Die Antwort darauf ist – wie so oft beim Clickern – mit viel Konsequenz und Durchhaltevermögen.

Am Beispiel Target funktioniert das so:

  1. Ihr zeigt eurem Pferd das Target und belohnt zunächst kleinschrittig alle Bewegungen hin zum Target, Jackpot ist das Berühren des Targets.
  2. Wenn das Pferd verstanden hat, dass es um das Berühren geht, ist euer Timing wichtig: Immer kurz bevor euer Pferd nun das Target berührt, müsst ihr das Kommando sagen, z.B. „Touch“.
  3. Ihr belohnt nur, wenn euer Kommando erklungen ist!
  4. Wichtig ist: Das Kommando sollte ca. 3sec vor dem Ausführen der Übung kommen, damit genug Zeit zwischen beiden Schritten ist. Beim Nasentarget müsst ihr also auch entsprechend Abstand zu eurem Pferd halten, damit das möglich ist.
  5. Übung für Profis: Target hinhalten, aber kein Kommando sagen à das wird das Pferd zunächst verwirren, aber je öfter ihr das trainiert, desto fester wird die Verknüpfung im Hirn eures Pferdes von Kommando+Ausführen+C+B und es wird lernen, dass es sich nicht lohnt, das Target ohne Kommando zu berühren.

(Wenn ihr das Target ohne Kommando anbietet, solltet ihr danach mind. 5 mal wieder Target und Kommando anbieten, um Frust und Unsicherheit zu vermeiden)

–> Signalkontrolle bleibt nicht von alleine im Pferd. Gemäß den Gedächtnistheorien aus der Psychologie des Menschen kann Wissen nur dann aktives Wissen sein, wenn es immer wiederholt wird (sonst wird es passives Wissen, das ist, wenn man zB einen englischen Satz versteht, ihn aber nicht Wort für Wort übersetzen kann und irgendwann wird es vergessen, man kann sich nicht erinnern). Ihr müsst also für immer sehr standhaft dranbleiben an eurer Signalkontrolle.

Um eure Signale nicht zu vertauschen und Trainingsschritte in Erinnerung zu behalten, empfehle ich euch ein Trainingstagebuch zu führen 🙂

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5 Kommentare zu “Grundlagen des Clickertrainings – Signalkontrolle

  1. Hat dies auf Clickerpony rebloggt und kommentierte:
    Da ich mich auch gerade mit der Signalkontrolle und der Nullposition beschäftige, hier schon mal ein Super Artikel von Ann-Christin von dem Blog Ponyliebe.

  2. Pingback: Signalkontrolle | Clickerpony

  3. Pingback: Grundlagen: Die Entspannung | Ponyliebe

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