Erfolgreich clickern mit dem Trainingstagebuch

Es ist jetzt ziemlich genau ein halbes Jahr her, dass ich auf das Clickertraining aufmerksam geworden bin und es einfach mal mit Rán versucht habe. Grund dafür war, dass das Stütchen letzten Sommer lange nicht reitbar war (Hufabszess, Infekt, Allergie, Husten -.- ) und ich gezwungen war, eine Alternative zu finden.

Almost half a year ago I took notice of Clickertraining and tried it out. The reason for it was that I was not able to ride Rán almost the whole summer last year because of several injuries and her cough.

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Vorher war ich eigentlich meistens reiten, höchstens mal im Roundpen longieren. Nach erster Recherche im Internet bin ich auf die Gemeinschaft des „Longenkurses“ von Babette Teschen, Tania Konnerth und Lisa Kittler gestoßen. Ihre Website, die dazugehörigen Facebookgruppen und die deutlichen Fortschritte der gezeigten Pferde haben mich so sehr fasziniert, dass ich einfach mit dem clickern, aber auch mit dem gesunden longieren beginnen musste!

Begonnen habe ich einfach vollkommen ins Blaue hinein, ohne großen Plan und ohne ein weiteres Ziel, außer der Beschäftigung vom Hütchen.

Before I started to clicker I was riding almost every day. Sometimes I lunged her in our roundpen. After doing some research I found the „A course in lungeing“ by Babette Teschen, Tania Konnerth and Lisa Kittler and the community behind it (which is really helpful). Their website and the the facebook groups (I’m sure there are some for non-German-speaking people also as the book and the website are also available in English) have fascinated me enough to start with this healthy way of lungeing beneath Clickertraining. Again I started without a really target plan.

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Naja…natürlich hat sich etwas bewegt. Aber getreu nach dem Motto „You get what you click“ jetzt nicht unbedingt das, was ich mir in meinem Kopf so vorgestellt habe (Vorführungen höchster Schule, das runde Pony und ich erobern die Welt, alle kommen aus dem Staunen nicht mehr hinaus und selbst die tollsten Reiter meines Freundeskreises wollen nur noch Clickern…). Stattdessen wurde der Frust immer größer. Meiner – aber was noch viel schlimmer ist: Ráns auch.

Was also tun??

Well…what should I say…of course something has changed but as in this saying „You get what you click“ it didn’t come out the way I was expecting it in my thoughts (Pony and me conquering the world, showing circus lections, everyone is so impressed that they want to start Clickertraining immediately). Instead our frustration just got bigger and bigger. So – what to do?

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Zunächst habe ich erstmal gar nicht mehr geclickert und bin auf die Methode „lange Spaziergänge“ umgestiegen. Sofort war Ráns Laune wieder gehoben (GRAS auf dem Heimweg erlaubt, sage ich da nur). Ich grübelte derweil weiter und bin dann auf den entscheidenden Tipp gestoßen:

Ein Trainingstagebuch fürs Clickern!

Endlich eine Möglichkeit, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, was man machen will und wie man es erreichen möchte.

Ich notiere mit pro Trainingseinheit circa 4-6 Übungen (darunter auch immer Basics, die Rán schon gut kann – z.B. „Zurück“ oder „Komm“), das Stimmsignal, welches ich mit der Übung verknüpfen will und die Teilschritte, die ich an diesem Tag anpeilen will.

Während des Trainings wiederhole ich eine Übung nicht öfter als 10 mal. Das hat sich für uns als perfekt herausgestellt, weil Rán dann noch aufmerksam ist und noch nicht gelangweilt! Aber da muss jeder für sich selbst ausprobieren, was das Beste ist. Zwischen den Übungen lege ich immer wieder bewusst Pausen ein, in denen das Pony grasen und sich ausruhen darf. In dieser Zeit trage ich ins Trainingsbuch ein, wie die Übung gelaufen ist. Zum Beispiel: 8/10 mal sofort auf „Komm“ richtig reagiert; 1x ignoriert; 1x zögerlich gewesen.

Hat alles 10 mal geklappt, notiere ich mir „Bereit für den nächsten Schritt“. So habe ich immer den genauen Überblick, über unseren aktuellen Stand und wo ich beim nächsten Mal ansetzen kann/Sollte. Natürlich ist das noch kein Garant dafür, dass auch immer alles klappt – das Wichtigste beim Clickern (für mich) ist: Mutig genug sein, auch mal einen Schritt zurück zu gehen!

First of all I paused with Clickertraining and went for long walks. The important tipp back to a good training for me was to write a training log – sorting my thoughts and ideas and being able to remember what I had done last time.

Usually I note down 4 to 6 exercises (at least one of them is a basic one which Rán is really good in), the word I link to the exercise – like „Komm“ and the steps in which I want to accomplish it. During a lesson I repeat a a exercise not more than 10 times and take a break for Rán to rest and for me to note how the exercise went. As an example I write: 8 of 10 times she did exactly what I wanted her to do, 1 time she ignored me and 1 time she was confused.

This gives me a summary of our state of play and how to move forward. But the best lesson I learned: Be brave enough to take a step backwards in order to achieve your goals!

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Für mich liegt der Vorteil des Trainingstagebuchs vor allem darin, dass ich selbst klar bin. Ich weiß genau, wohin ich will, was ich gerne machen will und wie ich es anpacke. Das scheint sich auf meine Körpersprache so positiv auszuwirken, dass ich ganz wunderbar mit Rán arbeiten kann. Ebenso zwingt es mich, während des Trainings Pausen zu machen und damit den Lerneffekt zu erhöhen und den Spaß nicht zu schmälern.

For me the main advantage of the training log is that I am clear in everything I’m doing. I know exactly where I want to go and how to achieve this. Apparently this has such a positive effect on my body language that I am able to work in a really good way together with Rán. 

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4 Kommentare zu “Erfolgreich clickern mit dem Trainingstagebuch

  1. Pingback: Persönlichkeitsbildung Clickertraining | Ponyliebe

  2. Pingback: Grundlagen des Clickertrainings – Signalkontrolle | Ponyliebe

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